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Mobilisierung in der Intensivpflege

Stehhilfe „Mobilizer Norbert“

„ Was machst du als Ergotherapeutin eigentlich mit deinen Patienten, die schwerstpflegebedürftig sind?“

„ Wie, die können sich gar nicht alleine bewegen?“

„ Ach, du stellst Patienten auch hin? Machen das nicht die Physiotherapeuten?“

Das ist nur ein kleiner Auszug an Fragen, die mir von meinen Freunden und der Familie gestellt werden, wenn es um meine Tätigkeit als Ergotherapeutin in einer Einrichtung für Menschen mit Intensivpflegebedarf geht.

Im Rahmen eines Hausbesuchs behandle ich Patienten im Zentrum für Beatmung und Intensivpflege im Storkower Bogen, kurz ZBI ( http://www.zentrum-berlin.com/berlin/ ).

Einen langjährigen Patienten und einen Teil unseres Therapieinhaltes möchte ich heute vorstellen:

Herr F. leidet an Mukopolysaccharidose, eine seltene genetische Erkrankung, und ist seit vielen Jahren Bewohner im ZBI. Trotz seiner Erkrankung mit starken körperlichen Einschränkung ein stets positiver und motivierter Mensch. Ein großer Wunsch seinerseits ist es zeitweise stehen zu können. Im Rahmen einer Co. Therapie mit dem Physiotherapeuten und der Logopädin ermöglichen wir dies einmal wöchentlich. Jede Profession mit einem unterschiedlichen Therapieziel. Mein Ziel als Ergotherapeutin ist hier die Verbesserung seiner Lebensqualität und die Teilhabe am Leben. Wie groß die Bedeutung des Stehens ist wurde mir durch Herrn F. erneut bewusst. Nicht sitzend im Rollstuhl, sondern auf Augenhöhe seinen Mitmenschen begegnen. Und wenn es nur für 30 Minuten ist.

Seit gut einem Jahr ist das ZBI im Besitz des Mobilizers Norbert ( www.rehamedi.de ). Der Mobilizer ist eine Kombination aus Liege und Stuhl, die in den unterschiedlichsten Positionen eine sichere Mobilisierung ermöglicht. Durch Bein, – Becken, – Hüft, – und Pelottengurte erfährt Herr F. die benötigte Stabilität, die er benötigt um vertikalisiert zu werden. Zusätzlich wird der Kreislauf  in der aufrechten Position stabilisiert.

                                               

Durch die zahlreichen Einstellungen ist das Gerät sehr an die individuellen Bedürfnisse des Patienten anpassbar. Die Möglichkeit das Gerät in der Höhe zu verstellen bietet auch dem Therapeuten eine ergonomische Arbeitsweise.

Nachdem Herr F. in den Mobilizer transferiert wurde und optimal positioniert ist fahren wir mit dem Gerät über Station und halten uns in Gesellschaft des Pflegepersonals oder anderen Mitpatienten auf. Er genießt den „Ausblick von oben“ und freut sich jedes Mal auf den nächsten Montag. Das ist mal ein fröhlicher Start in eine neue Woche!

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