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Informationen für Ärztinnen/Ärzte

Ergotherapie ist ein Heilmittel, das – wie Physiotherapie und Logopädie – von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird. Grundlage dafür ist die ausgefüllte „Heilmittelverordnung 18“ (Maßnahmen der Ergotherapie). Im Folgenden haben wir wichtige Regelungen der Heilmittelrichtlinien zusammengefasst.

Nach den Heilmittelrichtlinien gibt es 4 Gründe, eine Therapie zu verordnen:

§ 3. Absatz 2: Heilmittel können zu Lasten der Krankenkasse nur verordnet werden, wenn sie notwendig sind, um

  • eine Krankheit zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Krankheitsbeschwerden zu lindern;
  • eine Schwächung der Gesundheit, die in absehbarer Zeit voraussichtlich zu einer Krankheit führen würde, zu beseitigen;
  • einer Gefährdung der gesundheitlichen Entwicklung eines Kindes entgegenzuwirken; oder
  • Pflegebedürftigkeit zu vermeiden oder zu mindern.

Auf der Verordnung muss Folgendes notiert werden:

  1. die Indikationsnummer (z.B. EN2)
  2. die genaue Diagnose (z.B. Apoplex)
  3. der ICD-10 Code (z.B. G 81.1)
  4. die Leitsymptomatik (z.B. Einschränkung der Beweglichkeit des linken Armes, oder Hemiparese) und
  5. das Heilmittel (z.B. sensomtorisch-perzeptive Behandlung).

Änderungen 2017:

  1. Der Antrag auf Langfristigen Heilmittelbedarf entfällt weitestgehend. Alle Diagnosen, die in der Diagnoseliste der KV stehen, sind automatisch Verordnungen außerhalb des Budgets.
  2. Bei Diagnosen, die nicht in der Diagnoseliste stehen, besteht die zusätzliche Möglichkeit, dass der Patient weiterhin einen Antrag auf „Langfristigen Heilmittelbedarf“ stellt. Wird dieser Antrag von der Krankenkasse positiv beschieden, fällt die Verordnung auch nicht in das Heilmittelbudget des Arztes.
  3. Mit dem „besonderen Verordnungsbedarf“ (BVB) haben die Krankenkassen eine weitere Möglichkeit dafür geschaffen, dass Therapien nicht ins Heilmittelbudget des Arztes fallen. Die Diagnoselisten dafür finden sie hier.

Informationen für Ärztinnen/Ärzte – nützliche Links & Downloads

Besonderer Verordnungsbedarf (BVB) und Langfristverordnungen – Hier erhalten Sie eine Broschüre der Kassenärztlichen Vereinigung mit Hinweisen und Erläuterungen zum neuen besonderen Verordnungsbedarf und der Langfristgenehmigungen in der Heilmittelversorgung.

Diagnoseliste für die Diagnosen „Langfristiger Heilmittelbedarf“ und „besonderer Verordnungsbedarf“.

 

Beispielverordnungen innerhalb des Regelfalls:

Apoplex – Hier erhalten Sie eine Beispielverordnung innerhalb des Regelfalls für den Bereich Neurologie.

Karpaltunnelsyndrom – Hier erhalten Sie eine Beispielverordnung innerhalb des Regelfalls für eine Verordnung in der Handtherapie.

Umschriebene Entwicklungsstörung – Hier erhalten Sie eine Beispielverordnung innerhalb des Regelfalls für die Pädiatrie.

Demenz – Hier erhalten Sie eine Beispielverordnung für einen Patienten mit der Diagnose „Demenz“, der nach unserem Behandlungsleitfaden im Hausbesuch behandelt werden soll.

Beispielverordnungen außerhalb des Regelfalls:

Hemiparese – Hier erhalten Sie eine Beispielverordnung für einen neurologischen Patienten außerhalb des Regelfalls (fällt unter besonderer Verordnungsbedarf).

Parkinson – Hier erhalten Sie eine Beispielverordnung für einen neurologischen Patienten außerhalb des Regelfalls (fällt unter besonderer Verordnungsbedarf).

Rett-Syndrom – Hier erhalten Sie eine Beispielverordnung für einen neurologischen Patienten außerhalb des Regelfalls (fällt unter langfristigen Heilmittelbedarf).

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