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Weitere Therapiekonzepte

IntraActPlus-Konzept

In unserer Praxis arbeiten wir unter anderem nach dem IntraActPlus-Konzept von Uta Streit und F. Jansen. Dieser verhaltenstherapeutische Ansatz richtet sich an Säuglinge, Kinder und Jugendliche sowie deren Bezugspersonen mit folgenden Schwierigkeiten:

  • Lern- und Leistungsstörungen
  • Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten
  • Dyskalkulie
  • Aufmerksamkeitsstörungen
  • Aggressives Verhalten
  • Regulationsstörungen

Das Ziel des Konzepts ist es, eine positive und sichere Beziehungsgestaltung zu fördern und individuelle Entwicklungsprozesse nachhaltig zu unterstützen. Gemeinsam stärken wir die Bindung zwischen Kindern und ihren Bezugspersonen, fördern Motivation und Anstrengungsbereitschaft, entwickeln hilfreiche Lernstrategien und unterstützen den Aufbau einer guten Konzentrations- und Ausdauerfähigkeit.

Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit ist die Videoanalyse. Sie macht gelingende Interaktionen sichtbar und ermöglicht eine individuelle, ressourcenorientierte Beratung. Aufgenommene Sequenzen vom u.a. gemeinsamen Lernen, spielen und kuscheln zwischen Eltern und Kind, dienen als Beratungsgrundlage. Die Eltern werden darüber geschult ihr Kind noch besser wahrzunehmen, herausfordernde Situationen mit schwierigem Verhalten schneller zu erkennen und diese entsprechend zu begleiten (u.a. mit Belohnung/Lob im Sekundenfenster ).

Bei Bedarf fließen außerdem bewährte Elemente des IntraActPlus-Konzepts zum Lesen- und Schreibenlernen oder zum Mathelernen in die Förderung mit ein.

Im Mittelpunkt stehen dabei stets die individuellen Stärken und Bedürfnisse des Kindes sowie eine wertschätzende Zusammenarbeit mit den Eltern und Bezugspersonen – für eine nachhaltige Teilhabe im Alltag, in der Familie und in der Schule.

Alert-Programm
Das Alert-Programm ist ein therapeutisches Ergänzungsprogramm, welches auf der sensorischen Integrationstherapie und verhaltenstherapeutischen Aspekten basiert. Es wurde für Kinder und Erwachsene mit Selbstregulationsproblemen (Hyperaktivität, Impulsivität, Aufmerksamkeitsdefiziten und aggressiven Verhaltensweisen) entwickelt.

Die Anwendung einer Behandlungseinheit beträgt etwa 15 Minuten innerhalb einer parallel laufenden sensorischen Integrationstherapie. Dauer, Anzahl und Ablauf der Behandlungseinheiten richten sich nach den Bedürfnissen der Patientin/des Patienten bzw. des Kindes, wobei mit einer Dauer von etwa einem Jahr zu rechnen ist.

Innerhalb des Alert-Programms wird der menschliche Körper mit einem Automotor verglichen, der mit hoher Drehzahl („wild, unter Strom stehend, hyperaktiv“), mit niedriger Drehzahl („lethargisch, träumend, schlapp“) oder mit genau der richtigen Drehzahl („aufmerksam, um einer Aufgabe zu folgen“) laufen kann. Jede Aktivität im Leben verlangt nach einem Erregungsniveau oder Zustand, der uns dazu befähigt, sowohl bei einfachen als auch bei komplexen Aufgaben eine angepasste Reaktion zu zeigen. Jeder Mensch hat seinen eigenen optimalen Bereich. Um diesen Bereich zu erhalten bzw. herzustellen, benötigt er verschiedene Arten sensorischer Inputs mit unterschiedlicher Häufigkeit, Intensität und Dauer.

Das Programm zielt darauf ab, Erregungszustände und deren Beziehungen zu Aufmerksamkeit, Lernen und Verhalten zu erkennen. Bei Kindern ist es damit auch für deren Eltern und Lehrer relevant.

INPP
INPP (Institut für Neuro-Physologische Psychologie) ist ein von Sally Goddard entwickeltes Bewegungsprogramm für Kinder mit Lern- und Entwicklungsstörungen.
Die grundlegenden Bewegungsmuster, die ein Kind in den ersten sechs bis neun Lebensmonaten erwirbt, werden in ihre einfachsten Elemente zerlegt und dann Schritt für Schritt in einer strengen, entwicklungs-neurologischen Sequenz wieder neu aufgebaut. Die Bewegungsmuster frühster Kindheit bilden die Grundlage für die spätere Willkürmotorik, eingeschlossen die feinmotorischen Fähigkeiten.
Das Kind hat mithilfe des INPP-Programms die Möglichkeit, übersprungene Entwicklungsschritte nachzuholen und die erworbenen Bewegungsmuster zu integrieren. Dies ist notwendig, da die kindlichen Entwicklungsschritte aufeinander aufbauen.

Marburger Konzentrationstraining
Zielgruppen sind sowohl Kinder mit einem impulsiven Arbeitsstil als auch langsame und leicht ablenkbare Kinder. Die Kinder lernen, ihren eigenen Arbeitsstil zu erkennen und Lernaufgaben systematisch, überlegt und ohne inneren Zeitdruck zu bewältigen.

Das Marburger Konzentrationstraining besteht aus drei Bereichen:

  1. Trainingsstunden für das Kind;
  2. häusliches Übungsprogramm;
  3. Elternarbeit.

Im Vordergrund stehen folgende Faktoren:

  • Erhöhung der Selbststeuerung, der Selbstständigkeit und der Selbstakzeptanz;
  • Verbesserung der Motivation durch erfolgreiches Bearbeiten von Aufgaben und angemessenen Umgang mit Fehlern;
  • Veränderung der Eltern-Kind- und Lehrer-Kind-Interaktionn

Schmerztherapie nach Florian Hockenholz an.

Dabei handelt es sich um ein ganzheitliches Behandlungskonzept bei akuten und chronischen Schmerzen.
Zunächst erfolgt eine genaue Untersuchung der Schmerzbereiche und der dazugehörigen Körperregionen. Wir befunden den Zusammenhang von oberer und unterer Extremitäten, Wirbelsäule, Brustkorb und Becken, das fasziale, vegetative und viszerale System.

Die Behandlung erfolgt mittels sanften Techniken wie Faszienbehandlung, mikromechanische Mobilisationen, organbezogene Bindegewebszonen, Narbenbehandlung, Reflexzonenbehandlung und therapeutische Aktivitäten.

Wichtig ist die größtmögliche Bewegungsfreiheit in Beruf und Alltag wieder zu erlangen.
Durch gezielte aktive Übungen soll der Schmerz möglichst langfristig gelindert werden und Gewebeschädigungen und die dauerhafte Einnahme von Medikamenten vermieden werden.

 

 

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