Ergotherapiekongress in Bielefeld

Einmal jährlich findet der Ergotherapie-Kongress statt, dieses Jahr vom 24. bis 26. Mai in Bielefeld. Über 1000 Therapeuten besuchten den Kongress, um Vorträge zu hören, Impulse zu bekommen, um sich weiterzubilden und  auszutauschen. Der Kongress stand unter dem Motto „Einfach handeln“ und Frau Prof. Marotzke gab mit dem Eröffnungsvortrag einen guten Einblick in das Thema.

Vier Mitarbeiter der Praxis waren angereist, um Vorträge anzuhören und Workshops zu besuchen. Vorträge über „Gesundheitsförderung in Wirtschaftsunternehmen“ oder „Ergotherapie auf der Palliativstation“, „Häusliche Ergotherapie bei Demenz“ oder „Jobcarving“ geben einen Eindruck von der ganzen Bandbreite der behandelten Themen.

Besonders spannend fand ich den Vortrag, von Eva Hartmann, die in ihrem Seniorenheim die Standards von „Sturzprävention“, „Kontrakturrisiko“ und „Ernährung“ in den Bereich der Ergotherapie übernommen hat und damit die Pflege entlastet. Wir Ergotherapeuten sind die Experten für Sturzprävention, Ernährung und Kontrakturrisiko. Solche Bereiche eröffnen uns  neue Arbeitsfelder im Seniorenheim. Und Heime habe damit die Möglichkeit, die Fachkraftquote zu erhöhen und dem Mangel an Pflegekräften entgegenzuwirken.

Der Workshop „Einfach schreiben“, in dem es um Schreiben von Fachartikeln oder eines Blogs ging, war für mich sehr interessant, u.a. weil ich immer wieder Blogartikel schreibe. Aber auch das ergotherapeutische Konzept von „Prävention an Grundschulen“ aus Schleswig Holstein, welches Anke Carsjens vorstellte,  war ein „Highlight“.

Insgesamt fanden mehr als 100 Vorträge und über 40 Workshops statt. Auch gab es eine große Ausstellung, in der die neusten Entwicklungen von Therapiematerial und Equipment gezeigt wurden.

Das Niveau der Vorträge war dieses Jahr sehr hoch, ebenso die Qualität der Workshops. Der Besuch des Ergotherapiekongresses war für mich eine große Bereicherung, auch wenn ich viel Berufserfahrung habe. Aber gerade dann ist dieser Querschnitt besonders interessant. Aber auch für Berufsanfänger bietet der Kongress einen guten Überblick über wichtige Entwicklungen und Themen.

Der Vorsitzende des DVE hatte in seiner Eröffnungsansprache besonders auf das „Rahmenprogramm“ dieses Jahr hingewiesen, das  „Leineweberfest“ in der Innenstadt. Auch dafür fanden wir am Abend noch Zeit und genossen gute Musik, Essen und Getränke.

Andreas Bohmann

 


Einkauftipps für Senioren

Ergotherapeuten sind die Experten für Selbständigkeit und den Alltag: Hier unsere Einkauftipps für Senioren:

·      Sich Zeit nehmen zum einkaufen

·      Auf Standsicherheit und Sturzgefahren achten

·      Handy mitnehmen, um sich eventuell Hilfe holen zu können

·      Einkaufszettel machen, groß schreiben

·      Gern Umhängetasche oder Rucksack nehmen, damit man die Hände frei hat

·      Lieber öfter gehen und nicht so viel schleppen

·      Rentnerrolli (Hackenporsche) nutzen

·      Am Vormittag einkaufen gehen, weniger Stress-da Einkaufsläden noch leer sind

·      schwere Sachen wie Getränke und Kartoffeln von Angehörigen etc. holen lassen

·      auf gutes Schuhwerk achten

·      Hilfe annehmen !!!

·      Portemonnaie mit höchstens 2 großen Fächern zur besseren Übersichtlichkleit nutzen

·      Sicherste Wegstrecke wählen (mit Ampeln und Fußgängerüberwegen)

·      Hörgerät und Brille nicht vergessen, eventuell Lupe

·      Zu Hause schon einen Prospekt durchschauen , um sich über Angebote zu informieren

·      Bringdienste nutzen, eventuell Vorräte anlegen, um nicht immer raus zu müssen

·      Nicht zu viel Bargeld mitnehmen

·      Sicher stellen, dass man bei längeren Wegen Toiletten kennt.

·      Nicht die Tüten an die Fahrradlenker hängen


Fortbildung Triggerpunkt- Behandlung

Im April habe ich in Berlin ein Seminar der Heimerer Akademie von Walter Lieb zum Thema Triggerpunkttherapie nach Travell Simons besucht.
Trigger kommt aus dem Englischen und heißt übersetzt Drücker. In der Triggerpunkt-Therapie werden druckempfindliche Punkte der Muskulatur, die sogenannten myofaszialen Triggerpunkte, gedrückt, um Schmerzen zu lindern. In einer dreitägigen Weiterbildung habe ich die Behandlung der Triggerpunkte von Halswirbelsäule, oberer Brustwirbelsäule und Schulterblatt erlernt.
Jeder einzelne Muskel löst ein typisches Schmerzmuster aus, was durch die Triggerbehandlung erstmal verstärkt wird. Hier liegt auch der Beweis dafür, dass der Muskel Auslöser für den Schmerz ist. Zum Beispiel ist bei dem „Fragezeichenkopfschmerz“ häufig der Musculus Trapezius betroffen.
Zu Beginn der Behandlung führen wir einen Befund, bestehend aus Anamnese, Inspektion, Dehntest, Krafttest und Palpation durch, um zu klären, ob der getestete Muskel betroffen ist oder ob der Grund des Schmerzes doch einen anderen Ursprung hat. Ist der ausschlaggebende Muskel gefunden, führt der Patient den Therapeuten zum schmerzhaftesten Punkt – dem Triggerpunkt. Der Muskel wird durch Drücken und Halten gereizt. Zunächst reagiert die Muskulatur mit Schmerz. Durch das weitere Drücken kommt es zur Tonussenkung und zum Lösen von Verspannungen. Der Muskel „gibt auf“. Die Schmerzen werden gelindert.
Obwohl die Behandlung erst mal schmerzhaft ist, schwören meine Patienten darauf, weil ihre Schmerzen dauerhaft gelindert werden. Sie empfinden die Triggerpunktbehandlung als eine sehr effektive Methode. „Bis jetzt konnte mir nie längerfristig geholfen werden. Der Schmerz war bereits nach kurzer Zeit wieder da. Erst nach der Triggerpunktbehandlung waren die Schmerzen wirklich verschwunden und kamen nicht so schnell wieder.“ Später werden die Patienten auch zur Eigenbehandlung angeleitet, damit sie sich selber helfen können, falls der Schmerz wieder auftritt.
Carolin Fähndrich


LIN Fortbildung in Berlin

Zum zweiten Mal haben wir gemeinsam mit dem ZBI http://www.zentrum-berlin.com eine zweitägige Fortbildung zum Thema Lagerung in Neutralstellung durchgeführt. Als Referentin konnten wir wieder Mares Woltering aus Telgte gewinnen. Seit dem ersten Kurs im vorigen Jahr hatten wir viel Gelegenheit, das Konzept beim Patienten auszuprobieren. Die Rückmeldungen von Patienten, aber insbesondere von Angehörigen und Pflegekräften, waren durchgängig positiv. So lag die Durchführung eines zweiten Kurs nahe.

LIN-Lagerung http://www.lin-arge.de sollschwer betroffenen Patienten zu einer  bequemeren und entspannteren Haltung  verhelfen. Nicht die Anpassung des Körpers an die Unterlage, sondern die Anpassung der Lagerung an den Körper ist das Ziel.

Voller Erwartung hatten sich 6 Mitarbeiterinnen aus dem ZBI und 6 Ergotherapeutinnen aus der Praxis am Donnerstag früh eingefunden. Nach dem theoretischen Input ging es recht bald an die praktische Einführung. Danach wurden die Teilnehmerinnen in Kleingruppen aufgeteilt, und man führte die Lagerungsmöglichkeiten wie Rückenlage, 30 Grad Lagerung und 60 Grad Lagerung zuerst im Selbstversuch,  und dann, von Mares Woltering kontrolliert, am Patienten durch.

Die zwei Tage vergingen wie im Fluge. Nicht nur wir, auch die Patienten haben sehr von dem Kurs profitiert. „Ich liege auch nach Stunden in diese Lagerung noch sehr entspannt“ war eine der Rückmeldungen die wir bekommen haben.

Wir freuen uns jetzt darauf, LIN anwenden zu können. Inzwischen haben 13 Therapeuten aus der Ergotherapiepraxis Bohmann den Grundkurs mitgemacht und die Lagerungsmöglichkeit in einer internen Fortbildung auch an die Kollegen in der Praxis weitergegeben.

Falls Sie jemanden suchen, der Ihnen Grundkenntnisse vermittelt, kontaktieren Sie uns.


Facelifting der Homepage

Merken Sie es? Unsere Internet Seite wurde verändert und modernisiert. Der Blog ist in nun mehr und deutlicher von der eigentlichen Internetseite getrennt. Das hat den Vorteil, dass Sie die letzten Blog-Überschriften schon auf der Internetseite sehen können. Insgesamt haben wir das Navigieren vereinfacht und die Seite übersichtlicher gestaltet. Herzlichen Dank an Victor Nübel  www.viktornuebel.com für die Konzeption der Änderung und die technische Umsetzung und auch an Nikola Richter von www.blogmacherei.de, die für die Veränderungen konkrete Vorschläge gemacht hat.

Die nächste Herausforderung für uns ist es nun, regelmäßig Artikel einzustellen. Genug zu berichten gäbe es immer aus der Praxis und dem ergotherapeutischen beruflichen Kontext, so dass wir genügend Anlässe zum Schreiben hätten. Aber das Verfassen von Artikeln benötigt auch Zeit, die wir meist in die Verbesserung der Arbeit, weniger in die Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit stecken. Beides ist notwendig, weshalb wir uns bemühen werden, Ihnen an dieser Stelle regelmäßiger als bisher Lesestoff zu liefern.


Anwendertreffen Spiegeltherapie

In der  Median Klinik Berlin-Kladow fand zum ersten Mal ein Anwendertreffen Spiegeltherapie statt. Dr. Christian Dohle, der ärztliche Direktor und Chefarzt der Neurologie hatte zu dem Erfahrungsaustausch eingeladen. Er begrüßte alle  ca. 40 Teilnehmer und gab uns mit seinem Vortrag einen Einblick in die „Neusten Erkenntnisse zur Wirkung der Spiegeltherapie“.  Anschließend stellt Ergotherapeutin Nadine Morkisch, das „Berliner Therapieprotokoll zur Spiegeltherapie“ vor und als dritte im Bunde stellte Luise Kadow nach einer Pause die „Studiensituation und praktischen Alltag der Spiegeltherapie“ vor. Den Abschluss bildete ein Erfahrungsaustausch, in dem wir uns in 4 Arbeitsgruppen aufteilten und uns mit den Themen „Spiegeltherapie bei Schmerz,  als ambulante Therapie, im Krankenhaus und bei neurologischen Erkrankungen“ beschäftigten.

Insgesamt ein sehr spannender Samstag-Vormittag in Kladow. Vielen Dank auf diesem Weg an die Dr. Dohle und sein Team (www.spiegeltherapie.de ) und die Klinik Berlin die das Treffen hervorragend organisiert und vorbereitet hatten.

Die Dozenten

v.l.n.r. Nadine Mokrisch, Dr. Dohle, Luise Kadow



Validation und Ergotherapie

Fortbildung “Validierende Kommunikation” und Ergotherapie

Am Donnerstag trafen sich Mitarbeiter der Praxis in der Wisbyer Straße zu der von Christel Schumacher geleiteten ganztägigen Fortbildung „Validierende Kommunikation”.

Validation ist eine Methode, die in der Begleitung und der Pflege von Menschen die an einer Demenz erkrankt sind zum Einsatz kommt und deren Grundidee vor allem von Naomi Feil bzw. Nicole Richard geprägt wurde. Weiterlesen…


INDIKA Auftaktveranstaltung im Pankower Rathaus

Im Freitag war die Auftaktveranstaltung von INDIKA im Pankower Festsaal. „INDIKA“ ist ein Modellvorhaben des Qulitätsverbundes Pankow (www.qvnia.de), in dem wir auch als Praxis mitarbeiten und steht für „Indikationsspezifische regional koordinierte nachstationäre Langzeitversorgung von Menschen mit Schlaganfall und Menschen mit Demenz nach Schlaganfall in Berlin Pankow.“ Es geht, wie immer bei QvNiA, um eine bessere Versorgung der Pankower Bürger. Diesmal mit dem Schwerpunkt Schlaganfall und Demenz und mit wissenschaftlicher Begleitung.

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Krabbelgruppe in Lichtenberg jeden Mittwoch

In unserer Praxis im Storkower Bogen ( http://ergotherapie-bohmann.de/index.html ) findet jeden Mittwoch von 10:00 Uhr bis 11:00 Uhr unsere Krabbelgruppe statt. Die Gruppe dient als Treffpunkt für Eltern mit Kindern im Alter von 9 Monate bis 1 1/2 Jahre.

Inzwischen läuft die Gruppe in Eigenregie der Eltern. Das heisst wir stellen unseren großen Bewegungsraum zur Verfügung und die verschiedenen Sportmaterialien wie z.B. Trampolin, Kriechtunnel, diverse Schaukeln, Bälle, etc. Gegen eine Raummiete von 2 € pro Stunde und Kind können  die Eltern alles frei nutzen und ihren Kindern die Möglichkeit bieten sich zu erproben und die motorischen Fähigkeiten weiter auszubauen. Eine Mutter unserer Krabbelgruppe äußerte: “Ich bin sehr froh, dass ich diese Krabbelgruppe gefunden habe. Wir können die Therapiematerialien der Praxis nutzen, so ist es fast wie ein Indoor – Spielplatz.”

 

Die Krabbelgruppe wird sehr gerne in Anspruch genommen, da sie neben dem elterlichen Austausch auch den Kindern die Möglichkeit bietet mit Gleichaltrigen in Kontakt zu treten. Dies ist besonders für Einzelkinder oder auch Geschwisterkinder mit großem Altersunterschied sehr wichtig. Hier können die Kleinen spielerisch herausfinden, wie andere Kinder reagieren und werden so langsam auf die KiTa – Situation vorbereitet. Unsere Gruppe hat meist zwischen 3 und 7 Kinder und bietet somit eine ideale Vorraussetzung für die langsame Eingewöhnung.

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