Krabbelgruppe in Pankow / Prenzlauer Berg

„Macht so weiter wie bisher! Macht mehr Werbung für Euch!“

„Es war jedes Mal von allem was dabei! Perfekt! Vielen Dank, wir kommen gerne wieder!“

„Wir hatten riesigen Spaß und sind traurig, dass der Kurs schon vorbei ist.“

„Es war super“ „Toller Kurs, vielen Dank! Besser geht nicht.“

Diese schriftlichen Rückmeldungen bekamen wir zu unserer Krabbelgruppe , die im August endete. Zum Abschluss gibt es immer einen Evaluationsbogen für die Eltern, damit wir wissen, was wir verbessern können. Der letzter Absatz darin – Was ich noch sagen wollte – hat uns das oben zitierte Lob eingebracht!

Nach 2 Wochen Pause wird Madeleine Pilarski die nächste Krabbelgruppe am Mittwoch den 3. September um 10.30 Uhr in der Praxis Wisbyer Str. 16/17 starten. Zwei freie Plätze gibt es noch!

 


Sensorische Integration – Eine effektive Behandlunsmethode bei Autismus

Vor dem diesjährigen Ergotherapie-Kongress in Erfurt fand eine Fortbildung zu dem Thema „Evidenzbasierte Praxis: Sensorische Integration (SI) und Autismus“ statt. Geleitet wurde sie von Dr. Zoe Mailloux, die Ergotherapie an der Thomas Jefferson Universität in Philadelphia (USA) lehrt. Ihre Karriere begann Mailloux als wissenschaftliche Mitarbeiterin von A. J. Ayres, der Begründerin der sensorischen Integrationstherapie und sie ist dem Fachbereich der SI bis heute treu geblieben.

Eine unserer Mitarbeiterinnen besuchte ihren Kurs in Erfurt und berichtete von den aktuellen Forschungsergebnissen, die dort vorgestellt wurden. Im Zuge der Erforschung von autistischen Störungen hat sich auch die Klassifikation und Diagnose von Autismus in den letzten 40 Jahren vielfach verändert. Heute wird Autismus im DSM V als Störung sozialer Kommunikation mit repetitiven und restriktiven Verhaltensweisen definiert und die sog. Hyper- oder Hyporeaktivität für sensorische Reize ist eine der Diagnosekriterien. Mit 1 bis 1,5 Millionen Betroffenen in den USA (etwa 35 000 in Deutschland) beschreibt Mailloux die Autismus-Spektrum-Störungen als eine der am schnellsten wachsenden Entwicklungsstörung überhaupt.

Die Ergotherapie kann in der Behandlung von betroffenen Kindern eine wesentliche Rolle spielen. Gerade da die Mehrheit der betroffenen Kinder (~ 87%) Probleme mit der Wahrnehmungsverarbeitung hat, ist es naheliegend einen Therapieansatz zu wählen, der wie die Sensorische Integration versucht, die Sinneswahrnehmung und Sinnesverarbeitung zu verbessern. Anhand von 3 aktuellen Studien verdeutlichte Mailloux in ihrem Seminar, wie effektiv die SI bei autistischen Kindern sein kann. Die erste vorgestellte Studie kam zu dem Ergebnis, dass SI im Vergleich zu einer feinmotorischen Intervention zu besseren Effekten bei der Erreichung von therapierelevanten Zielen (Goal Attainment Scale) führte und eine wesentlichen Reduktion von typischen autistischen Verhaltensweisen erreicht werden konnte. Die zweite Studie bescheinigte der SI-Therapie Sicherheit, Akzeptanz und Praktikabilität in der Anwendung. Die dritte Studie konnte, ebenso wie die erste, Verbesserungen bei der Erreichung von therapierelevanten Zielen aufzeigen, sowie Verbesserungen in der Selbstversorgung und sozialen Aktivitäten nachweisen. Darüber hinaus wurde hier herausgefunden, dass durch die Therapie der Bedarf an Unterstützung von Dritten verringert wurde.


 Bei der SI-Behandlung wird viel wahrnehmungsbezogen gearbeitet: Die Säcke auf dem Körper des Kindes vermitteln tiefensensible Reize, das Schaukeln v.a. Gleichgewichtserfahrungen

SI-TherapieSI-Therapie

Teile des englischsprachigen Skrips haben wir nun übersetzt, damit das ganze Team auf dem neusten Stand gehalten wird und die Behandlung optimal geplant werden kann.

Weitere Informationen zum Thema SI finden Sie hier.


Krabbelgruppen in Pankow

Krabbelgruppen ab September im Prenzlauer Berg

Wir haben unsere Krabbelgruppen noch mal umstrukturiert und bieten diese nun ab September 2014 für alle Altersstufen ab 3 Monaten im Standort Prenzlauer Berg, Wisbyer Str. 16/17 an. Diese sehen wie folgt aus:

Mini Kid´s , für Kinder ab 3 Monaten

Jetzt braucht Ihr Kind Sinnesfutter! In dieser Gruppe spielen Sie als Eltern eine große Rolle. Sie lernen Lieder, Fingerspiele, Massagetechniken, Eltern-Kind-Spiele und weitere Möglichkeiten kennen, mit denen Sie Ihr Kind anregen oder beruhigen können – viele gute Ideen für jede Gelegenheit.

Medi Kid´s für Kinder ab 6 Monaten

Jetzt entdeckt Ihr Kind seinen Körper! Mithilfe von Finger- und Bewegungsspielen bahnen wir das Greifen und Drehen an, bringen Farben und Formen ins Spiel und machen jede Menge Musik. Die Kinder haben Spaß und lernen ihren Körper und ihre Umwelt besser kennen.

Maxi Kid´s für Kinder ab 9 Monaten

Jetzt erobert Ihr Kind die Welt! In dieser Gruppe kommen aktive Entdecker und Forscher auf ihre Kosten. Sie kriechen, rutschen, klettern, matschen, machen Musik und erweitern so spielerisch ihren Bewegungsradius.

 

Die Krabbelgruppe findet an 10 Terminen jeweils Mittwoch oder Donnerstag vormittags zwischen 10.00 und 11.00 Uhr statt und kostet 79 Euro. Sie können sich schon jetzt anmelden. Wir starten am 3. und 4. September und informieren Sie rechtzeitig.

Anmeldung per Mail: praxispb@ergotherapie-bohmann.de oder telefonisch unter: 030 / 492 05 460

 

 

 


Betriebsausflüge 2014

Eine gute Tradition in der Praxis sind inzwischen die jährlich stattfindenden Betriebsausflüge. Dieses Jahr verteilen wir uns auf drei Tage, damit wir nicht die Praxis ganz schließen müssen. Jeder Mitarbeiter, jede Mitarbeiterin hat somit die Möglichkeit, an einem Ausflug teilzunehmen. Der erste Ausflug ging in den Kletterpark Strausberg, www.climbup.de  wo wir 2,5 h intensiv kletterten und dann den Grill gemietet hatten und in aller Ruhe ein Picknick veranstalten konnten.

Der zweite und dritte Ausflug geht bzw. ging auch schon in den Filmpark Babelsberg. Ein paar Fotos geben einen Eindruck davon.


Erfahrungsbericht “Häusliche Ergotherapie bei Demenz”

Im April habe ich meine erste Behandlung nach unserem neuen Behandlungsleitfaden mit Frau W. begonnen.

Frau W. leidet unter einer mittelgradigen und fortschreitenden Demenz. Ihre 2-Raumwohnung, die sie alleine bewohnt, befindet sich im 3. Stock eines Mehrfamilienhauses. In ihrem Kiez kann sie sich gut orientieren, geht dort einkaufen oder auch mal in ein Café. Außerhalb ihres Kiezes hat sie Orientierungsschwierigkeiten und benötigt deshalb eine Begleitperson. Zuhause fühlt sich Frau W. oft alleine und leidet zunehmend unter Angstzuständen.

In den ersten Therapieeinheiten erfolgte eine ergotherapeutische Befundaufnahme. Mit dabei war Frau W.s Lebensgefährte, der sie regelmäßig besucht und mit ihr Ausflüge unternimmt. Er wurde von Beginn an in den Behandlungsprozess integriert. Um Alltagstätigkeiten zu identifizieren an denen im Verlauf der Behandlung gearbeitet werden sollte, wurde ein strukturiertes Interviewverfahren (COPM) durchgeführt.

Nach abgeschlossener Befundung begannen wir gemeinsam mit Frau W. und ihrem Lebenspartner mit der Zielbestimmung und den Maßnahmenplanungen. Folgende Anliegen standen dabei im Mittelpunkt: Frau W.s Angstzustände verringern, die Körperhygiene und das Bedienen der Waschmaschine erleichtern.

Da Frau W. vor allem unter Angstzuständen litt, wenn sie sich allein zu Hause fühlte, haben wir die „Alzheimer Gesellschafft Berlin e.V.“ telefonisch kontaktiert. Die Mitarbeiter waren sehr engagiert und organisierten einen ehrenamtlichen Besuchsdienst für Frau W. In regelmäßigen Abständen wird Frau W. nun besucht – zum gemeinsamen Einkaufen, Spazierengehen oder Gespräche führen.

Im Bereich Körperhygiene zeigten sich in einer Betätigungsanalyse deutliche Schwierigkeiten beim Hineinsetzen und Aufstehen aus der Badewanne. Das folgliche waschen am Waschbecken war sehr anstrengend für Frau W. Es wurde deshalb ein Wannensitz mit Rückenlehne für sie angeschafft. Nun kann sie ohne größere Anstrengung duschen und die Sturzgefahr wurde deutlich minimiert.

Ein weiterer Schwerpunkt war es, Frau W. die Bedienung ihrer Waschmaschine zu erleichtern und zu strukturieren. Dafür wurde ein konkreter Ablaufplan entwickelt, der seitdem gut sichtbar neben der Waschmaschine hängt. Zwei Symboltasten wurden mittels Aufkleber benannt, um eine weitere Erleichterung in der Bedienung zu erreichen.

In einer gemeinsamen Wohnungsbegehung wurde überdies gezielt nach möglichen Sicherheitsrisiken (z.B. Stolperfallen) gesucht. Dabei stellte sich heraus, dass noch keine Rauchmelder in der Wohnung installiert waren – was dann nachgebessert wurde.

Frau W. profitierte sehr von den umgesetzten Maßnahmen. Wir haben erreicht, dass sie in ihrem häuslichen Umfeld sicherer geworden ist und ihre Lebensqualität gestiegen ist. Auch ihr Lebenspartner wurde entlastet und hat viele neue Erkenntnisse sammeln und umsetzen können.

Beschriftung für die wichtigsten Tasten

Aufkleber an den wichtigsten Tasten

Bedienung der Waschmaschine – Schritt für Schritt

Bedienungsanleitung für das Waschen

Geschrieben von Falko Rein


Das PEAP – Ein neues Befund- und Prozessinstrument für die Ergotherapie

Ein wichtiges Themen auf dem diesjährigen Ergotherpie-Kongress in Erfurt war erneut die Hinwendung zu mehr Betätigungsorientierung und Klientenzentrierung in der Therapie. Der Alltag, als auch die Ziele und Möglichkeiten der Klienten sollten verstärkt in den Mittelpunkt der Therapie rücken, war eine oft formulierte Forderung verschiedener Rednerinnen und Redner.

Doch wie kann man Klienten mehr in die Therapie einbeziehen und ihnen weitere Gestaltungsspielräume geben? Wie ihren Alltag in die Praxisräume transferieren?

Für die Arbei mit Kindern wurde vor diesem Hintergrund das Pädiatrisches Ergotherapeutisches Assessment und Prozessinstrument (kurz PEAP) entwickelt, das genau diesen Prozess unterstützen möchte.

Das PEAP ist zum einen ein Befundungsinstrument, mit dem alterstypische Betätigungen standardisiert erfasst und bewertet werden können. Zum anderen ist es auch ein sogenanntes Prozessinstrument. Das heißt, das PEAP gibt eine Struktur für die Therapie vor und gestaltet so die Befunderhebung, Befundanalyse, Zeilsetzung, Therapieplanung und Erfolgskontrolle besonders klienten- und betätigungsorientiert. So werden beipsielsweise Videos von schwierigen Alltagssituationen, die von den Kindern und Eltern selber aufgenommen werden, gemeinssam in der Therapie ausgewertet. Außerdem wird auch gemeinsam mit den Klienten entschieden, welche Therapiemethoden und andere Maßnahmen durchgeführt werden sollen.

Da ich erst vor kurzem die Fortbildung zum PEAP besucht habe, bin ich nun gespannt, wie sich das PEAP in der Praxis umsetzen lässt. Meine ersten Erfahrungen zeigen jedoch schon, dass die Motivation der Kinder und Eltern steigt und die Inhalte der Ergotherapie sehr gut übermittelt werden können.

 


Ab jetzt in grün!!

Grün ist chic Die Pin AG hat als Motto „Schicken Sie es grün“. Wir drehen den Satz jetzt einfach mal um und sagen „Grün ist chic“ oder schick.

Bisher kennen Sie uns in roten Polo-Shirts. Ab heute werden wir alle mit grünen Polo-Shirts erfreuen. Gleich bleibt das Logo in rot, und auch sonst ändert sich eigentlich nichts. Nur Grün statt rot!!!!

Hier schon die ersten Fotos!!!


Besuch beim Ergotherapie-Kongress in Erfurt

Vergangenes Wochenende war unser Team mit 5 Therapeuten und Therapeutinnen auf dem Ergokongress in Erfurt vertreten.

Wir lauschten dabei diversen Vorträgen, z.B. über Ergotherapeuten in betrieblicher Gesundheitsförderung, über die Akademisierung des Berufstandes oder über neue Therapieansätze. Zudem nahmen wir an verschiedenen Workshops teil. Das Informationsangebot war breitgefächert. Auf der Posterpräsentation konnte man sich v.a. über neueste Forschungsergebnisse informieren und innerhalb der Messe wurden neue Therapiemittel und -programme ausgestellt.

Ein Thema, das mir dabei immer wieder begegnete, war die Sensorische Integrationstherapie (SI), die in neuem Licht dargestellt wurde. Diesem etablierten Therapieansatz, der unter einigen Therapeuten fast schon als überholt gilt, wurden einige Veranstaltungen gewidmet und die neusten Entwicklungen und Forschungsergebnisse präsentiert.

Auffallend war auch die (Rück-)Besinnung auf die folgenden Kernthemen der Ergotherapie: Betätigung und Teilhabe. Hierzu wurden zahlreiche Vorträge gehalten und in fast allen wurde angemerkt, dass Betätigung und Teilhabe schon in der Entstehung des Berufs von zentraler Bedeutung waren. Nachdem sich die Ergotherapie dann lange Zeit auf die Behandlung von Körperfunktionen fokussiert hatte, geht der Trend seit einigen Jahren zurück zur Betätigung, zum (Wieder-)Erlernen von alltagsrelevantem Handeln in der Therapie. Die wissbegierigen Therapeuten wurden Wege aufgezeigt, Betätigung und Teilhabe als Fokus ihrer Behandlung erfolgreich zu intensivieren und dabei z.B. die ICF zu nutzen.

Insgesamt war der Kongress dieses Jahr sehr spannend und wir konnten viele neue Anregungen und Informationen sammeln!

Hier nun einige Impressionen von unserem Aufenthalt in der wunderschönen Stadt Erfurt..

Verschiedene Therapiemittelhersteller, Verlage, Vereine oder Universitäten hatten ihre Informationsstände in der Messehalle
Aussteller-Messe
Hier fand reger Austausch zwischen Vereinsmitgliedern und Therapeuten statt
Informationsstand des DVE
Eröffnungsrede mit Rainer Schmidt
Gewinnerinnen dieses Jahr: Lisa Geuecke (Ergotherapie bei Erwachsenen mit ADHS) und Claudia Merklein de Freitas (Akademisierungsprozess der Ergotherapie)
Verleihung des Ergotherapie-Preises
In den Pausen werden die beworbenen Therapiemittel gleich ausprobiert - schweißtreibend...
Fit durch die Vorträge

 

 


Ergotherapie in Neuseeland

Ende 2013 hatte ich die Gelegenheit, für vier Monate Neuseeland zu bereisen. In der Hauptstadt Wellington entschied ich mich, in meinen Beruf reinzuschnuppern und mir genauer anzuschauen, wie die Ergotherapie in Neuseeland praktiziert wird.

Ich trat also ein zweitägiges Praktikum in der ambulanten Handrehabilitation http://www.handrehab.co.nz.  Pünktlich um neun Uhr am Montagmorgen ging es los. Es gab nur einen Therapieraum mit drei Arbeitsplätzen, der an eine Sportrehabilitation angegliedert war. Während meines Praktikums waren max. zwei Therapeuten gleichzeitig tätig. Schnell fiel mir der erste große Unterschied zu Deutschland auf: Die Patienten kommen in der Regel max. einmal in der Woche oder alle zwei Wochen. In Deutschland ist es üblich, dass Patienten nach einer Hand-OP 3x pro Woche Ergotherapie verordnet bekommen.

In den Therapieeinheiten beobachtet die Therapeutin den Fortschritt des Heilungsprozesses und bespricht  neue Übungen mit dem Patienten. Diese sollen dann selbstständig zu Hause geübt werden bis zum nächsten Termin. Neben neuen Therapieübungen werden z.B. Schienen hergestellt oder neu angepasst. Die Patienten müssen also viel selbstverantwortlicher handeln. Nur in Ausnahmefällen kommen Patienten mehrmals in der Woche zur Therapie.

Auch dürfen Ergotherapeuten in Neuseeland, im Gegensatz zu Deutschland, Diagnosen stellen und Patienten z.B. zum Röntgen überweisen. Meine Anleiterin Jane überwies einen Patienten zum Röntgen, um den Heilungsprozess des Bruches zu beurteilen und eine mögliche Differentialdiagnose auszuschließen.

Zudem fiel mir bereits nach einigen Therapieeinheiten auf, dass die vorgeschriebene halbe Stunde Therapiezeit häufig nicht genau eingehalten wird. Einige Patienten waren länger in der Behandlung und einige kürzer. Hier wird die Vorgabe der Unfallversicherung von 30min pro Einheit eher als Richtlinie gesehen und nicht als strikte Vorgabe, welche unbedingt eingehalten werden muss.

Insgesamt waren die Therapieinhalte jedoch denen in Deutschland sehr ähnlich. Es wurden Übungen z.B. mit Therapieknete gezeigt, auftretende Probleme besprochen und der weitere Therapieverlauf erklärt.

Insgesamt waren die zwei Tage sehr spannend und anregend. Vor allem den Gedanken, den Patienten für seine gesundheitliche Genesung mehr in die Verantwortung zu nehmen, finde ich sehr gut. Auf diese Weise kann der Therapieerfolg deutlich gesteigert und die Kosten insgesamt gesenkt werden.

geschrieben von Anja Herrmann

 

reingestellt von A. Bohmann


Kinder mit unklarer Händigkeit

In der Ergotherapie begegnen wir häufig Kindern, die noch keine klare Rechts- oder Linkshändigkeit zeigen. Ihr Handgebrauch ist wechselhaft, was sich z.B. darin zeigt, dass sie mit links malen, jedoch mit rechts radieren oder zum puzzeln mal die linke Hand, mal die rechte Hand einsetzen.

In bestimmten Phasen ihrer Entwicklung ist es für Kinder ganz normal den Handgebrauch zu wechseln. Bis zum 4. -  5. Lebensjahr sollte sich die Händigkeit jedoch entwickelt haben. Besonders vor der Einschulung, wenn Kinder sich für eine Schreibhand entscheiden sollen, ist es wichtig zu wissen, welche Händigkeit ein Kind besitzt. Das Schreiben ist – kognitiv, wie motorisch – eine der anspruchsvollsten Aufgaben für Schulkinder. Deshalb sollten sie das Schreiben mit ihrer besseren und bevorzugten Hand erlernen. Wenn sie das nicht tun, kann es zu so genannten Umschulungsfolgen, wie Lernschwierigkeiten, motorischen Problemen, Gedächtnisdefiziten oder Sprachstörungen (z.B. Stottern) kommen. Um das zu vermeiden, sollte bei Kindern mit wechselndem Handgebrauch unbedingt abgeklärt werden, warum sie wechseln und was ihre unterliegende Händigkeit ist.

Zur Austestung der Händigkeit stehen in der Ergotherapie verschiedene Testinstrumente zur Verfügung. In unserer Praxis arbeiten wir seit Neuestem mit dem Händigkeitsprofil nach Kraus. Dieser Test erfasst neben der Präferenz für eine Hand auch die Leistung der Hände und stellt diese in Kontrast zueinander. So bietet er einen fundierten Beitrag zu einem umfassenden Händigkeitsbefund.

Weitere Informationen zum Händigkeitsprofil finden Sie in dieser Broschüre.