Kinder mit unklarer Händigkeit

In der Ergotherapie begegnen wir häufig Kindern, die noch keine klare Rechts- oder Linkshändigkeit zeigen. Ihr Handgebrauch ist wechselhaft, was sich z.B. darin zeigt, dass sie mit links malen, jedoch mit rechts radieren oder zum puzzeln mal die linke Hand, mal die rechte Hand einsetzen.

In bestimmten Phasen ihrer Entwicklung ist es für Kinder ganz normal den Handgebrauch zu wechseln. Bis zum 4. -  5. Lebensjahr sollte sich die Händigkeit jedoch entwickelt haben. Besonders vor der Einschulung, wenn Kinder sich für eine Schreibhand entscheiden sollen, ist es wichtig zu wissen, welche Händigkeit ein Kind besitzt. Das Schreiben ist – kognitiv, wie motorisch – eine der anspruchsvollsten Aufgaben für Schulkinder. Deshalb sollten sie das Schreiben mit ihrer besseren und bevorzugten Hand erlernen. Wenn sie das nicht tun, kann es zu so genannten Umschulungsfolgen, wie Lernschwierigkeiten, motorischen Problemen, Gedächtnisdefiziten oder Sprachstörungen (z.B. Stottern) kommen. Um das zu vermeiden, sollte bei Kindern mit wechselndem Handgebrauch unbedingt abgeklärt werden, warum sie wechseln und was ihre unterliegende Händigkeit ist.

Zur Austestung der Händigkeit stehen in der Ergotherapie verschiedene Testinstrumente zur Verfügung. In unserer Praxis arbeiten wir seit Neuestem mit dem Händigkeitsprofil nach Kraus. Dieser Test erfasst neben der Präferenz für eine Hand auch die Leistung der Hände und stellt diese in Kontrast zueinander. So bietet er einen fundierten Beitrag zu einem umfassenden Händigkeitsbefund.

Weitere Informationen zum Händigkeitsprofil finden Sie in dieser Broschüre.


Ergotherapie in der Grundschule

Seit diesem Jahr bietet unsere Praxis erstmals ergotherapeutische Fördergruppen in einer Grundschule an. Ziel ist hierbei die schulische Entwicklung der Kinder optimal zu unterstützen, indem wichtige Basisfertigkeiten, wie Konzentration oder Koordination zusätzlich innerhalb des Schulalltags gefördert werden. Die Fördergruppen sollen präventiv wirken. Kinder, die in einem Bereich erste Schwierigkeiten zeigen, haben in den Kleingruppen die Möglichkeit diese Schwierigkeiten abzubauen, bevor sie zu weiteren schulischen Problemen führen. Derzeit finden regelmäßig zwei Gruppen statt: die psychomotorische Gruppe und die Konzentrationsgruppe.

Die psychomotorische Gruppe richtet sich an Kinder mit Bewegungsschwierigkeiten und/oder Auffälligkeiten im Sozialverhalten. Um die Körperwahrnehmung und Koordination zu verbessern, werden spielerische Angebote mit verschiedensten Materialien gemacht. Zudem müssen die Kinder in der Gruppe kooperieren, ihr Verhalten steuern und Kontakte aufbauen. So können die Kinder gleichzeitig ihre sozialen Kompetenzen und ihr Bewegungsspektrum erweitern.

In unserer Konzentrationsgruppe wird den Kindern die Lernstratgie „Lautes Denken“ beigebracht. Dabei sprechen die Kinder die Abfolge der Übung laut (oder im Kopf) aus. Dadurch lernen sie ihre Handlungen besser zu planen und zu strukturieren, was auch hilft, die Aufmerksamkeit länger und gezielter auf eine Sache zu richten. Anhand eines Belohnungssystems wird das Einhalten von klaren Regeln geübt, die z.B. genaues Zuhören, Abwarten und Mitmachen umfassen.


ALS-Tag in der Charité

Am Samstag, den 15. März, fand in der Charité, Campus Virchow-Klinikum der 5. ALS- Tag statt.

ALS steht dabei für amyotrophe Lateralsklerose, eine chronische und fortschreitende Erkrankung des zentralen Nervensystems. Der Tag im Virchow-Klinikum ist als Informationstag für Betroffene und Angehörige konzipiert. Wir als Kooperationspartner der ALS-Ambulanz der Charité konnten dabei die Ergotherapie vertreten und hatten einen kleinen Stand aufgebaut. Außerdem waren ein Sanitätshaus, Pflegekräfte, Physiotherapie und Logopädie und Ambulanzpartner mit Ständen vertreten. Über den Tag verteilt wurden mehrere Vorträge im Hörsaal gehalten.Das Angebot war gut besucht. Von Betroffenen und Angehörigen kamen viele Fragen zur Therapie oder zur Anpassung und Verordnung von Hilfsmitteln.

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Von der Theorie in die Praxis

In den letzen Wochen und Monaten haben wir sehr intensiv an der Erarbeitung eines neuen Praxisleitfadens zur optimalen Behandlung von Menschen mit Demenz im häuslichen Umfeld gearbeitet (siehe Beitrag 1, Beitrag 2, Beitrag 3). Die Vorteile einer solchen häuslichen Ergotherapie sind u.a.:

  • Die Betroffenen werden von Anfang an darin unterstützt, so lange wie möglich selbstständig im häuslichen Umfeld zurecht zu kommen. Krankenhausaufenthalte können reduziert und die Verlegung ins Pflegeheim hinausgezögert werden.
  • Die betreuenden Angehörigen haben von Beginn an einen Ansprechpartner, der über den Umgang mit an Demenz Erkrankten berät und über Betreungs- und Hilfsangebote informiert.
  • Die Behandlung basiert sowohl auf evidenzbasierten Interventionen und Leitlinien, als auch auf unserer langjährigen Erfahrung in der ergotherapeutischen Behandlung von Menschen mit Demenz
  • Zuweisende Ärzte können Umfang, Inhalte und Methodik der Interventionsmaßnahmen im Vorfeld überblicken. Das Behandlungskonzept bietet so einerseits ein hohes Maß an Transparenz und schafft andererseits Sicherheit über die Qualität der Behandlung.

Jetzt freuen wir uns darüber, dass wir unser Konzept bereits in der Praxis umsetzen können und erste Klienten nach unserem Leitfaden behandelt werden. Daher möchten wir uns sehr für Ihr Vertrauen in unsere Arbeit bedanken! Weitere Informationen über das Konzept finden Sie in userem Flyer.


Neue Krabbelgruppen starten am 19.03.2014

_MG_3633Ab dem 19.03 bieten wir in unserer Praxis in Lichtenberg wieder eine Krabbelgruppe an. Zum ersten Mal wird es außerdem eine Gruppe im Prenzlauer Berg geben. Kinder im Alter von 9 Monaten bis 2 Jahren sind willkommen in unseren Bewegungsräumen unterschiedlichste Bewegungs- und Wahrnehmungserfahrungen zu machen. Die Gruppe wird von erfahrenen Ergotherapeutinnen geleitet und dient dazu, die motorische, als auch geistige Entwicklung der Kinder zu fördern. Überdies bietet sich für die Eltern die Gelegenheit sich auszutauschen und Tipps einzuholen. Tücher, Kuschelsäcke, Seile, Kriechtunnel, Schaukeln, Bälle und andere Materialien warten darauf von Ihren Kindern entdeckt zu werden! Sie können gerne telefonisch eine Schnupperstunde vereinbaren. Wir freuen uns auf Sie und Ihre Kleinen!   Berlin Lichtenberg: Ergotherapiepraxis im Storkower Bogen Storkower Straße 207 A 10369 Berlin-Lichtenberg Tel: 030 / 530 64 690 Berlin Prenzlauer Berg: Ergotherapiepraxis Wisbyer Straße Wisbyer Straße 16/17 10439 Berlin Tel: 030 / 492 05 460


Kurz dargestellt: Leitfaden zur häuslichen Behandlung von Menschen mit Demenz

Nachdem wir in den vergangenen Monaten viel Arbeit in die Entwicklung eines Behandlungsleitfadens für Menschen mit Demenz im häuslichen Umfeld investiert haben (siehe Artikel 1 und Artikel 2), konnten wir nun zum ersten Mal Mitarbeiter nach diesem Konzept schulen. Der entwickelte Leitfaden gliedert sich in die Behandlungsphasen ergothera­peutische Befundung, Zielsetzung, Intervention sowie in eine Abschlussphase und strukturiert so den Ablauf der Therapie. Zu jeder Therapiephase wurden Behandlungsschritte formuliert und wichtige Informationen und Arbeitsbögen zusammengestellt.

Anhand des folgenden Beispiels soll nun der Therapieablauf nach unserem Leitfaden verdeutlicht werden:

Frau X. ist eine 72-jährige Rentnerin, die zusammen mit ihrem Mann in Berlin lebt. Seit einiger Zeit leidet sie unter einer zunehmenden Vergesslichkeit und hat Probleme sich zeitlich und örtlich zu orientieren. Herr X. beginnt unter der hohen Arbeitsbelastung der Betreuung zu leiden. Als Frau X. die Diagnose Alzheimer gestellt bekommt, wird ihr eine Verordnung für die Ergotherapie ausgestellt. Die behandelnde Ergotherapeutin besucht daraufhin Frau und Herr X. zuhause und verschafft sich einen Überblick über die Probleme und Ressourcen der Betroffenen (Phase der Befundung). Auch Herr X. wird in diesen Prozess eingebunden und nach seinen Anliegen befragt. Mit Hilfe eines halbstrukturierten Interviews (COPM) werden schließlich von Beiden Betätigungsanliegen identifiziert, an denen innerhalb der Therapie gearbeitet werden soll. Frau X. möchte beispielsweise weiterhin im Haushalt mithelfen; Herr X. wünscht sich wieder mehr Zeit zur Erholung. Daraufhin wird eine so genannte Betätigungsanalyse durchgeführt, bei der sich die Therapeutin genau ansieht wie Frau X. ausgewählte Haushaltstätigkeiten meistert, bzw. was sie an einer erfolgreichen Ausführung behindert. So fällt z.B. auf, dass Frau X. beim Kaffee kochen der Umgang mit der neuen Maschine schwer fällt und sie häufig in den falschen Schränken nach Geschirr sucht. In der Phase der Intervention werden klare Behandlungsziele formuliert und gemeinsam mit Frau und Herr X. nach Lösungsmöglichkeiten gesucht. Es wird die Entscheidung getroffen, die alte Kaffeemaschine aus dem Keller zurückzuholen und zu reparieren. Dies hilft Frau X. insofern, als dass sie nicht neu umlernen muss, sondern sich wieder an die gewohnte Routine halten kann. Außerdem findet eine Beratung zu Wohnraumanpassungen statt, um die Küche übersichtlicher zu gestalten, aber auch, um die restliche Wohnung an die veränderten Bedingungen des Paares anzupassen. Herr X. wird darin unterstützt Hilfsnetzwerke (Familienangehörige, Nachbarn, Pflegepersonal, ehrenamtliche Helfer) zu aktivieren, um seine Belastungen in der Betreuung zu reduzieren. In der Abschlussphase wird auf das Therapieende vorbereitet, um Frau und Herr X. darin zu stärken, kommende Veränderungen mit den erlernten Problemlösestrategien anzugehen.

Dieses Beispiel ist zwar frei erfunden, aber wir hoffen dennoch, es hat das Vorgehen nach unseren Leitfaden verdeutlicht und freuen uns nun darauf, ihn in der Praxis umzusetzen.

Falls Sie weitere Informationen wünschen, hier ein Link zu einer Präsentation über das Behandlungskonzept. Gerne können Sie uns auch persönlich anprechen!


Neuer Praxisleitfaden zur häuslichen Behandlung von Menschen mit Demenz

Um die Behandlung von Menschen mit Demenz weiter zu optimieren, haben wir auf Grundlage der niederländischen Leitlinie zur ergotherapeutischen Behandlung von geriatrischen Patienten mit kognitiven Störungen einen eigenen Praxisleitfaden entwickelt.

Die Wirksamkeit einer Behandlung nach dieser Leitlinie wurde in einer groß angelegten Studie in Holland untersucht (siehe Artikel1 und Artikel2). Die Ergebnisse zeigen, dass die Ergotherapie u.a. die Funktionsfähigkeit der Betroffenen im Alltag verbesserte und sich die Belastungen der Angehörigen reduzieren ließen. Zudem steigerte die Intervention auch die Lebensqualität von Patienten und Angehörigen. Diese Erfolge waren auch 12 Wochen nach der Intervention sichtbar. In Deutschland wurde eine ähnliche Studie (siehe Artikel3) durchgeführt, die zwar nicht alle Effekte in diesem Ausmaß nachweisen konnte, aber relevante Verbesserungen in den Aktivitäten des täglichen Lebens für die Patienten bestätigte. Hier waren die Effekte sogar noch 6 Monate nach der Behandlung signifikant.

Vergangenes Jahr hatte Frau Ulrike Ott uns diese Leitlinie in einer 2-tägigen Fortbildung vorgestellt. Daraufhin haben wir eine Arbeitsgruppe gebildet, um an einer Adaption für unsere Praxis zu arbeiten. Jetzt wurde unser Behandlungsleitfaden für Menschen mit Demenz im häuslichen Umfeld fertig gestellt.

Die Besonderheiten einer Behandlung nach diesem Konzept sind, dass die Patienten im Hausbesuch behandelt werden und die pflegenden/betreuenden Angehörigen aktiv in die Therapie einbezogen werden. Außerdem ist die Behandlung stark klientenzentriert und betätigungsorientiert. Klientenzentriert bedeutet, dass die Ziele, als auch die einzelnen Maßnahmen gemeinsam mit Patient und Angehörigem entwickelt und umgesetzt werden. Von Betätigungsorientierung sprechen wir, weil die Handlungen des Alltags im Mittelpunkt der Therapie stehen und nicht einzelne kognitive oder motorische Funktionen. Die Vorteile einer häuslichen Behandlung mit aktivem Einbezug der betreuenden Bezugspersonen hatten wir in einem vorherigen Blogbeitrag schon einmal ausführlicher beschrieben.

Wie eine Therapie nach unserem Leitfaden konkret aussehen könnte, möchten wir Ihnen in einem folgenden Beitrag näher beschreiben.


Gruppentherapien in Senioreneinrichtungen

Gruppentherapien sind in der Advents-und Weihnachtszeit natürlich sehr weihnachtlich geprägt. Wir zeigen dabei immer vollsten Einsatz und nutzen alle uns zur Verfügung stehenden Medien (incl. Instrumente).

Aber auch in den anderen 11 Monaten bieten wir Gruppentherapien in Seniorenheimen an. Diese werden von den Einrichtungen bezahlt. Wir haben Verträge mit Senioreneinrichtungen, in denen wir z.B. immer 2x pro Woche zu festen Terminen Gruppentherapien durchführen. Es gibt Gruppen mit unterschiedlichen Schwerpunkten:

  • Gedächtnistraining
  • Biographiearbeit
  • Sturz- und Balancetraining
  • Musik und Singen
  • Gymnastik
  • Kochgruppe

Die Fotos vermitteln Ihnen einen Eindruck vom Adventsliedersingen in Seniorenheimen.

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Fortbildungen für die Pflege: Sturzprävention & Was machen Ergotherapeuten?

Heute möchte ich Ihnen 2 weitere Fortbildungsthemen vorstellen, die wir im Rahmen von 1-stündigen Workshops in Pflegeeinrichtungen durchführen.

Sturzprävention

Nach Krankenkassenangaben erleidet jeder 2. Heimbewohner in Deutschland einen Sturz pro Jahr. Die Folgen, gerade für ältere Personen, können sehr schwerwiegend sein. Sie reichen von unbedenklichen Hämatomen bis hin zu schmerzhaften Wunden, Knochenbrüchen und lebensbedrohlichen Traumata. Auch die psychischen Folgen von Stürzen sollten nicht unterschätzt werden: Die Betroffenen leiden oftmals unter den nachfolgenden Bewegungseinschränkungen, verlieren das Vertrauen in die eigene Mobilität und vermeiden zunehmend körperlich aktiv zu sein. Doch wie können Stürze verhindert werden? Welche Assessments können genutzt werden? Welche Übungen sind empfehlenswert? Und können Stürze durch Wohnraumanpassung verhindert werden? All diese Fragen möchten wir Ihnen in diesem Seminar beantworten und Sie dabei unterstützen, Gefahrenquellen zu identifizieren und zu minimieren. Wir geben Tipps und verweisen auf effektive Programme, damit Sie im Pflegealltag darauf hinwirken können, das Sturzrisiko für Ihre Klienten zu senken.

Was machen Ergotherapeuten?

„Ach so – Ergotherapie… Was ist das eigentlich genau?“ Obwohl die Ergotherapie eigentlich ein weit verbreiteter Beruf ist und die Verordnungszahlen für ergotherapeutische Behandlungen stetig steigen, bekommen wir diese Frage sehr oft gestellt. Um sie detailliert und bezogen auf unsere Aufgabengebiete in Seniorenheimen zu beantworten, bieten wir einen Vortrag – sozusagen in eigener Sache – innerhalb unserer Fortbildungsreihe an. Darin erfahren Sie, was die Aufgaben von internen, wie externen Ergotherapeuten in Pflegeeinrichtungen sind und wie diese umgesetzt werden. Außerdem erläutern wir, welche Klienten von einer Ergotherapie profitieren und warum. Um den Vortrag verständlich und praxisorientiert zu gestalten verwenden wir Fallbeispiele und gehen auf Ihre Fragen und Erfahrungen ein.

Wenn wir Ihr Interesse an einer unserer Fortbildungen geweckt haben sollten, sprechen Sie uns einfach an!

Weitere Informationen zu den Fortbildungsthemen finden sie hier und in unserem Flyer.


Fortbildungen für die Pflege: LiN – Lagerung in Neutralstellung & Beschäftigungsangebote für immobile Klienten

Im Rahmen unseres aktualisierten Fortbildungsprogramms für Pflegeeinrichtungen bieten wir u.a. Schulungen zur Lagerung in Neutral-Null-Stellung und zu Beschäftigungsangeboten für immobile Klienten an.

LiN – Lagerung in Neutralstellung

Eine gute Lagerung ist für schwer betroffene Klienten von äußerster Wichtigkeit. Wenn ein Mensch es z.B. nicht mehr schafft, sich selber in eine bequeme Position zu bringen, besteht die Gefahr des sich “Wundliegens“. Auch kann das andauernde Liegen oder Sitzen in einer ungünstigen Körperposition Spastiken verstärken und die Beweglichkeit dauerhaft einschränken. Eine gute Lagerung dient allerdings nicht nur der Dekubitus- und Kontrakturprophylaxe, sondern trägt auch dazu bei die Lebensqualität der Betroffenen zu erhalten, bzw. zu verbessern. Die Lagerung in Neutralstellung ist eine therapeutisch funktionelle Lagerung, die sich besonders für schwerstbetroffene Klienten (z.B. nach Schädel-Hirn-Trauma oder Schlaganfall) eignet. Sie beruht auf neurophysiologischen Annahmen und soll es den Erkrankten erleichtern, körperlich aktiv zu werden oder zu entspannen. Ferner zielt die LiN darauf ab, positiven Einfluss auf Vitalparameter (Atmung, Blutdruck, etc.) zu nehmen. Die Lagerungspositionen werden durch das sogenannte “Stopfen” und “Modellieren” individuell angepasst und die Gelenke werden möglichst in Neutralstellung positioniert.

In unserem 1 ½ Stunden langen Workshop zur LiN lernen Sie die Grundlagen dieser Lagerungsmethode kennen. Damit das theoretische Wissen praktisch erprobt werden kann, finden Partnerübungen unter Anleitung statt. So können auch schwierige Handgriffe eingeübt werden.

Beschäftigungsangebote für immobile Klienten

Für die Lebensqualität von schwer betroffenen Klienten ist nicht nur (wie oben beschrieben) eine sinnvolle Lagerung wichtig, sondern auch die Möglichkeit aktiv zu sein, sich zu beschäftigen. Da es immobilen Klienten in Pflegeeinrichtungen oft nicht möglich ist an Gruppenangeboten teilzunehmen oder sie zwischen den fitteren Mitbewohnern “untergehen“, ist es wichtig diese Klientengruppe gezielt zu fördern. Dies gilt insbesondere dann, wenn diese bettlägerig sind oder sich in einem späten Stadium der Demenz befinden. Doch welche Angebote können den Betroffenen gemacht werden? Oftmals reichen schon einfache Mittel (z.B. ein Luftballon, ein Gedicht, Musik oder ein altes Küchengerät), um den Antrieb und das Aktivitätsniveau von Klienten zu steigern.

Worauf bei der Auswahl und Zusammenstellung der Angebote geachtet werden sollten stellen wir Ihnen in diesem Workshop vor. Außerdem bereichern wir Sie mit vielen Ideen für sinnvolle Beschäftigungen – angepasst an die besonderen Bedingungen von immobilen Klienten.

Weitere Informationen zu dem Fortbildungsprogramm finden Sie in unserem Flyer.